Mit einem sehr klaren 8:2 gewinnt der EHC Königsbrunn hochverdient in der heimischen Pharmpur EISARENA das Heimspiel gegen die "Sharks" des ESC Kempten. In einer intensiv und schnell geführten Begegnung hatten die Brunnenstädter das bessere Ende für sich.
Beide Mannschaften konnten mit drei kompletten Reihen antreten. Die Brunnenstädter mussten jedoch weiterhin auf Peter Brückner, David Farny und Joshua Appler verzichten, nach dem Warmup fiel dann auch noch Leon Bakos aus. Im Königsbrunner Tor stand von Beginn an Stefan Vajs, als Backup saß Benni Beck auf der Bank.
Wie schon in den vergangenen Jahren starteten beide Mannschaften mit viel Tempo und Einsatz in die Partie. Nur Sekunden nach Anpfiff landete die Scheibe bei Kemptens Topscorer Kevin Hu, seinen Alleingang konnte Stefan Vajs im Königsbrunner Tor aber entschärfen. EHC-Neuzugang Timmy Kent zeigte sich schon in der ersten Spielminute mit einem schönen Abschluss aufs kurze Eck, danach bediente er Stefan Rodrigues mit einem schönen Querpass, der aber ohne Torerfolg blieb. Beide Mannschaften zeigten einige schöne Aktionen, waren aber in der Defensive noch fehlerbehaftet. Den ersten Treffer markierten die Gäste, in der achten Spielminute landete ein sehenswerter Pass von Kevin Hu punktgenau auf der Kelle vom sträflich freistehenden Tomas Kulhanek, der dann nur noch zum 0:1 für Kempten einschieben musste. Nur 17 Sekunden später fand der EHC aber die passende Antwort, ein Handgelenkschuss von Niklas Länger an der blauen Linie landete im Gehäuse der Sharks zum 1:1 Ausgleich. Der Treffer gab den Brunnenstädtern deutlich Auftrieb, Königsbrunn hatte nun mehr von der Partie. In der 16. Spielminute konnte der EHC nachlegen, in Überzahl bediente Marco Sternheimer Lion Stange mit einem schönen Anspiel, der netzte per Direktabnahme zum 2:1 ein. Kempten hatte in der 19. Spielminute in einer ähnlichen Situation wie beim ersten Treffer die Chance auf den Ausgleich, verpasste es aber nachzulegen. Bis Drittelende fielen keine weiteren Tore mehr.
Nach dem Pausentee hatte Marco Riedel in der 22. Spielminute eine gute Möglichkeit auf den nächsten Königsbrunner Treffer, der fiel dann aber erst in der 25. Spielminute. Nach Strafzeiten gegen beide Teams standen jeweils nur vier Feldspieler auf dem Eis. Bei einem schnellen Gegenstoß landete der Puck bei Marco Sternheimer, der das Geschenk dankend annahm und zum 3:1 für den EHC einnetzte. Königsbrunn hatte jetzt deutlich mehr von der Partie, in der 29. Spielminute konnte der Keeper der Sharks noch zwei Chancen von Tobias Baader entschärfen. Nur zwei Minuten später erzielte Clay Ellerbrock das 4:1, sein Schuss durch die Hosenträger des Shark-Goalies landete im Gehäuse der Gäste. Zwei Minuten später kam es noch schlimmer für Kempten, Dominic Erdt traf von der blauen Linie verdeckt zum 5:1 ins Tor der Gäste. Danach verließ der entnervte Torwart Wiedemann die Eisfläche, Jakob Nerb durfte ab diesem Zeitpunkt das Gehäuse des ESC hüten. Gästetrainer Sven Curmann nahm nach dem Treffer noch eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Nur vier Minuten später fiel jedoch trotzdem der nächste Treffer für den EHC. Nach schöner Vorarbeit vom Königsbrunner Urgestein Marc Streicher traf Tobias Baader zum 6:1. In der 39. Spielminute jubelten die heimischen Fans schon nach einem schönen Treffer von Neuzugang Timmy Kent, das Tor wurde aber wegen Abseits nicht gegeben, ehe es ein letztes Mal in die Kabinen ging.
Im letzten Spielabschnitt verwaltete der EHC seine klare Führung und ging keine unnötigen Risiken ein. Kempten hatte die Partie wohl schon aufgegeben und wirkte ideenlos und spielte die Scheibe meist tief ins gegnerische Drittel. Die Allgäuer hatten dann aber in der 50. Spielminute eine Riesenchance auf den zweiten Treffer. Im Gegenzug hatten auch die Brunnenstädter eine Top-Chance, die aber ebenfalls ohne Torerfolg blieb. In der 52. Spielminute traf dann Lion Stange zum 7:1, ehe die Sharks zwei Minuten später Ergebniskosmetik betrieben und zum 7:2 nachlegten. Den Schlusspunkt setzte allerdings Tim Bullnheimer in der 58. Spielminute und in doppelter Überzahl. Nach schönem Pass von Marco Sternheimer durch die Zone schob der neben dem Tor lauernde Königsbrunner Kapitän zum 8:2 Endstand ein.
Die Mannschaft der Brunnenstädter wurde nach Abpfiff von den eigenen und einigen Fans des AEV zu Recht bejubelt. Nach den zwei Niederlagen vom letzten Wochenende arbeitete sich der EHC gegen Kempten in die Partie und stand am Ende als hochverdienter Sieger gegen den bisherigen Tabellendritten Kempten fest. Ab dem zweiten Drittel zeigten sich die Brunnenstädter defensiv stark verbessert und nutzten konsequent die gegebenen Chancen. Königsbrunns Trainer Bobby Linke hatte nach der Partie kaum Grund zur Kritik:
„Heute wollten wir ein anderes Gesicht zeigen, das ist uns ganz gut gelungen. Wir waren von Beginn an präsent, motiviert und haben Gas gegeben. Im ersten Drittel hatten wir taktisch noch einige Probleme, waren nicht diszipliniert genug und haben falsche individuelle Entscheidungen getroffen. Dadurch kam Kempten zu einigen gefährlichen Situationen. Stefan hat das aber gut geklärt. Am Anfang waren aber beide Defensiven nicht ganz sattelfest. Im zweiten Drittel haben wir einiges besser gemacht, wir waren hinten zu 100% kompakt, ließen kaum Chancen der Gäste zu und waren nach vorne unglaublich gefährlich. Wir hatten gute Energie auf dem Eis, haben unsere Zweikämpfe und Laufduelle gewonnen. Im letzten Abschnitt wollten wir die Partie dosiert runterspielen. Insgesamt war es ein gutes Spiel meiner Mannschaft, der Sieg war verdient, weil wir über sechzig Spielminuten das bessere Team waren.“
Tore: 0:1 Kulhanek (Kokoska, Hu) (8.), 1:1 Länger (8.), 2:1 Stange (Sternheimer, Bullnheimer) (16.), 3:1 Sternheimer (Trupp, Bullnheimer) (25.), 4:1 Ellerbrock (Riedl, Szegedin) (31.), 5:1 Erdt (33.), 6:1 Baader (Riedl, Streicher) (37.), 7:1 Stange (Trupp, Bullnheimer) (52.), 7:2 Kulhanek (Kokoska, Hu) (54.), 8:2 Bullnheimer (Sternheimer) (58.)
Strafminuten: EHC Königsbrunn 2 ESC Kempten 12 Zuschauer: 703
Bildmaterial: https://diz-pix.de/