Einen gebrauchten Abend erlebten die Eisbären am Freitag im ersten Heimspiel des neuen Jahres. Gegen die EV Dingolfing musste sich der ESV vor 674 Zuschauern deutlich mit 4:12 (0:7/1:4/3:1) geschlagen geben. Besonders das erste Drittel stellte früh die Weichen in eine Richtung, aus der sich die Burgauer nicht mehr befreien konnten.
Die Personalsituation war bereits vor Spielbeginn angespannt. Mit Max Petzold und David Zachar fehlten zwei Leistungsträger krankheitsbedingt, zudem standen Benedek Radvanyi, Patrick Spingler, Lukas Häckelsmiller, Luka Gottwald und Petr Ceslik weiterhin nicht zur Verfügung. Luca Imminger war an diesem Wochenende nur für die U20 im Einsatz.
Die Eisbären starteten eigentlich mutig in die Partie. Bereits in der dritten Minute setzte der ESV erste Akzente, als eine schöne Passstaffette über Sven Gäbelein und Tim Söldner nur knapp am Dingolfinger Schlussmann Christoph Schedelbauer scheiterte. Doch was folgte, war ein bitteres erstes Drittel. Innerhalb von nur 20 Sekunden gingen die Gäste durch David Maus (5.) und Sascha Maul (6.) mit 0:2 in Führung. Burgau agierte in der Defensive zu passiv, verlor zu viele Scheiben und erlaubte Dingolfing einfache Abschlüsse. Nach einem Bandencheck von Niklas Dörrich, der mit einer fünfminütigen Strafe geahndet wurde, nutzten die Isarrats die Überzahl eiskalt. Mitchell Walinski und Joey Oberrauch schraubten den Zwischenstand auf 0:4 hoch. Sergej Janzen erhöhte kurz nach Ablauf der Strafe auf 0:5, ehe Blake Luscombe sich in der 15. Minute in die Torschützenliste der Isar Rats eintrug. Nach dem sechsten Gegentreffer musste Roman Jourkov seinen Kasten räumen. Für ihn kam der junge Louis Waaßmann ins Spiel. Doch auch er musste kurz darauf hinter sich greifen, als Luscombe seinen zweiten Treffer des Abends erzielte. Mit einem ernüchternden 0:7 ging es in die erste Pause – ein Drittel, das in keiner Phase an die Leistungen der vergangenen Wochen erinnerte.
Zum zweiten Drittel wechselte auch Dingolfing den Torhüter, Alexander Wunderlich übernahm für Schedelbauer. Burgau kam verbessert aus der Kabine und belohnte sich direkt: David Ballner staubte nach nur 14 Sekunden zum 1:7 ab. In den folgenden Minuten hatten Ballner, Malysjev und Schreiner weitere Möglichkeiten, doch erneut fehlte die Konsequenz im Abschluss. Dingolfing zeigte sich hingegen weiterhin effizient. Janzen, Zucker, Walinski und Maul bauten die Führung kontinuierlich auf 1:11 aus. Besonders bitter: In einer eigenen Unterzahlsituation vergaben die Eisbären eine Großchance – im direkten Gegenzug fiel das nächste Gegentor. Hinzu kamen weitere personelle Rückschläge: Max Arnawa musste das Spiel angeschlagen beenden, Ondrej Vaculik stand nach dem ersten Drittel nicht mehr zur Verfügung.
Im Schlussabschnitt zeigte der ESV Moral. David Ballner verkürzte per Nachschuss früh auf 2:11 (41.) und sorgte wenig später mit einem sehenswerten Alleingang für seinen dritten Treffer des Abends (44.). Doch auch hier hatte Dingolfing die passende Antwort: David Maus nutzte einen Fehler im Aufbauspiel zum 3:12 (55.). Den Schlusspunkt setzte Daniel Bartuli, der einen Schuss von der blauen Linie von Nico Miedl unhaltbar abfälschte (58.).
Am Ende stand eine deutliche 4:12-Niederlage, die in dieser Höhe schmerzte und den Eisbären schonungslos die Grenzen aufzeigte. Nach zuletzt positiven Auftritten war dieser Abend ein klarer Rückschritt. Schnell mussten die richtigen Lehren daraus gezogen werden, um schnell bis zum Sonntagsspiel wieder in die Spur zu finden.
Endstand: ESV 4:12 EV (0:7/1:4/3:1) // Strafen: ESV 15 Minuten; EV 4 Minuten // Zuschauer: 674
Tore:
0:1 - 04:48 Maus (Schinko; Luscombe) - EQ
0:2 - 05:08 Maul (Luscombe, Oberrauch) - EQ
0:3 - 08:26 Walinski (Lengle, Luscombe) - +1
0:4 - 10:55 Oberrauch (Franz, Janzen) - +1
0:5 - 13:28 Janzen (Maul, Schniko) - EQ
0:6 - 14:03 Luscombe (Lengle, Zucker) - +1
0:7 - 16:01 Luscombe (Walinski, Duchenko) - EQ
1:7 - 20:14 Ballner - EQ
1:8 - 23:52 Janzen (Schinko, Duchenko) - EQ
1:9 - 31:00 Zucker (Oberrauch, Janzen) - +1
1:10 - 37:41 Walinski (Zucker, Luscombe) - EQ
1:11 - 39:50 Maul (Oberrauch, Janzen) - EQ
2:11 - 40:24 Ballner (Wiesler) - EQ
3:11 - 43:03 Ballner (Makovics) - EQ
3:12 - 54:19 Maus - +1
4:12 - 57:31 Bartuli (Miedl, Dörrich) - +1