Pfaffenhofen (oex) Eine ordentliche Abfuhr holte sich der EC Pfaffenhofen am Sonntagabend gegen den EV Dingolfing ab. Mit 4:11 (1:2; 1:2; 2:7) kamen die Gastgeber unter die Räder, stellten dabei in der Schlussphase die Gegenwehr praktisch komplett ein und schlitterten so in ein Debakel.
Nach dem hatte es bis zur 51. Spielminute noch gar nicht ausgesehen. Gerade hatte Lukas Ullmann seine Farben wieder auf 4:6 herangebracht und nochmals für Hoffnung gesorgt. Doch mit dem 4:7 durch David Zucker nur zwei Zeigerumdrehungen später brachen bei den Hausherren alle Dämme und man fing sich in den wenigen verbleibenden Minuten sage und schreibe vier weitere Gegentreffer ein. Ein derartiges Auseinanderbrechen ihrer Mannschaft führte nicht nur bei den ECP-Fans für fassungsloses Kopfschütteln, auch Trainer Markus Muhr fand dafür keine Erklärung. „Mir fehlen die Worte für das, was da passiert ist. Wie wir da total offen sind, keine Zweikämpfe mehr annehmen, nicht mehr mitlaufen und uns so abschießen lassen, dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. So kann man sich jedenfalls nicht präsentieren. Ein 2:7 im letzten Drittel ist völlig inakzeptabel,“ kritisierte er und kündigte ernste Gespräche während der Woche an. Bis das Debakel seinen Lauf nahm, konnten die Gastgeber die Begegnung noch relativ offen gestalten, auch wenn man es zum wiederholten Male nicht versäumt hatte, großzügig Gastgeschenke zu verteilen. So schaffte man es, sich während der ersten 10 Minuten zwei Strafzeiten wegen zu vieler Spieler auf dem Eis einzuhandeln, was die Isar Rats prompt zu zwei Treffern nutzten. Auch dafür hatte Muhr kein Verständnis. „Mir ist sowas unerklärlich. Es ist klar geregelt, wer für wen auf das Eis geht und dann schenken wir Dingolfing durch solch dumme Aktionen zwei Überzahlspiele.“ Und die daraus resultierenden Tore mussten sie sich nicht einmal groß erarbeiten, sondern wurden ihnen durch Fehler in der ECP-Abwehr ermöglicht. Positiver Höhepunkt aus ECP-Sicht in diesem Auftaktdrittel war sicherlich der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jan Tlacil nach einem schnell und präzise vorgetragenen Angriff über Lukas Popela und Jakub Vrana. Da kurz vor Drittelende Joey Oberrauch mit einem Penalty scheiterte, ging es mit dem knappen 1:2 in die Kabinen. Nach dem Wechsel erhöhte Dingolfing die Schlagzahl und der ECP war überwiegend mit Abwehraufgaben beschäftigt, doch es dauerte bis zur 32. Minute, ehe Niklas Zeilbeck für die Gäste auf 1:3 stellte. Doch die Pfaffenhofener blieben in Schlagdistanz, weil Vrana mit einem sehenswerten Solo auf 2:3 verkürzen konnte (36.). Wenig später hatte Alex Eckl sogar den Ausgleich auf dem Schläger, doch Christoph Schedlbauer im EVD-Tor blieb Sieger. Praktisch im Gegenzug fing man sich dann das 2:4 durch Blake Luscombe ein. Wenige Sekunden vor der Pausensirene natürlich sehr bitter für die Hausherren. Die aber kamen mit Elan zurück auf das Eis und nach nur einer guten Minute stand Lukas Ullmann goldrichtig und traf zum erneuten Anschluss. Doch prompt hatte Luscombe den alten Abstand wieder hergestellt (43.), den Mitch Walinski weiter ausbaute (46.). Noch einmal konnte Ullmann mit seinem zweiten Treffer verkürzen, ehe dann das Unheil seinen Lauf nahm.
Letztendlich keine Chance hatte die 1b-Mannschaft des ECP am Sonntag im Auswärtsspiel beim ESV Dachau. Die Gastgeber legten bereits im ersten Drittel mit einem 3:0 den Grundstein zu einem klaren 7:2 (3:0; 1:0; 3:2) Erfolg. Vier der sieben Dachauer Treffer gingen auf das Konto der Ex-Pfaffenhofener Robert und Rick Gebhardt und Justin Bachmann. Die Tore für den ECP erzielten Tim Lohrer zum zwischenzeitlichen 1:4 und Korbinian Ettl zum Endstand.
EC Pfaffenhofen: Kornreder, Marx, Muhr, Hätinen L.,Popela, Eckl A., Wolf Mi., Münzhuber, Leonhardt, Ullmann, Neubauer, Seidel, Hätinen K., Tlacil, Vrana, Weber
Tore: 0:1 (6.) Oberrauch (Maus, Zeilbeck 5:4); 1:1 (7.) Tlacil (Vrana, Popela); 1:2 (Janzen (Franz, Maus 5:4); 1:3 (32.) Zeilbeck (Teubner, Maus); 2:3 (36.) Vrana; 2:4 (40.) Luscombe (Zucker, Walinski); 3:4 (42.) Ullmann (Neubauer, Seidel); 3:5 (43.) Luscombe (Zucker, König); 3:6 (46.) Walinski (Luscombe, Franz); 4:6 (51.) Ullmann (Seidel, Neubauer); 4:7 (53.) Zucker (Franz, Luscombe); 4:8 (55.) Maus (Teubner, Zeilbeck); 4:9 (58.) Luscombe (Zucker, Walinski); 4:10 (59.) Dittlein (Oberrauch, Lengle); 4:11 (60.) Zeilbeck (Schander, Maus)
Strafen: ECP 6 EVD 6
Zuschauer: 200