Keine Mühe hatten die Erding Gladiators am Freitagabend mit dem Tabellenvorletzten EHC 80 Nürnberg. Am Ende verließ der TSV mit 6:1 Toren (3:1, 2:0, 1:0) als Sieger das Eis.
EHC-Coach Jukka Ollila scherzte vor der Partie und beantragte bei den TSV-Verantwortlichen eine zusätzliche Kabine, weil er „so viele Spieler wie noch nie“ dabei habe. In Wirklichkeit konnte er neben zwei Torhütern aber nur zwölf Feldspieler aufweisen – so wenig wie noch nie. Das Häuflein der Aufrechten schien die Gladiators zunächst in Sicherheit zu wiegen, die es sehr ruhig angehen ließen. Prompt stand es nach 150 Sekunden 1:0 für die Gäste, Torschütze war Mark Stibitz.
Es dauerte seine Zeit, bis die Sternkopf-Schützlinge in Schwung kamen: Dann aber wurde der Druck stärker, und schließlich stellte sich der Erfolg ein. Daniel Harrer war es, der einen Krzizok-Pass zum 1:1 verwertete (10.), ehe Stefan Breiteneicher bei einem Break nur den Pfosten traf (12.). Nur wenig später fetzten sich Robert Steinmann und Kory Helowka: Die Schiedsrichter ließen Gnade vor Recht ergehen und sprachen gegen die Raufbolde nur je 2+2+10 Minuten aus.
Kurzzeitig war damit der Schwung bei den Gladiators dahin, doch zum Drittelende lief es wieder. Daniel Harrer traf zum 2:1 (19.), eine Sekunde vor dem Wechsel erhöhte Ales Jirik auf 3:1.
Im zweiten Abschnitt diktierten die Gastgeber in einer fairen Partie klar das Geschehen, doch wollte zunächst kein weiterer Torerfolg gelingen. Nürnberg beschränkte sich ab diesem Zeitpunkt bereits darauf, die Niederlage in Grenzen zu halten. In der 33. Minute aber klingelte es wieder im EHC-Kasten: Kapitän Breiteneicher staubte nach einem Pfeiffer-Schlagschuss zum 4:1 ab. Nur drei Minuten danach ließ EHC-Goalie Philipp Schnierstein einen Harrer-Schuss zur Seite abprallen, und Daniel Krzizok erhöhte auf 5:1. Krzizok war es auch, der in der 43. Minute einen blitzsauberen Schütz-Pass zum 6:1 verwertete. Damit hatten die Gladiators genug und ließen die Partie austrudeln, um Kraft für das Gipfeltreffen am Sonntag in Peißenberg zu sparen.