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Löwen-Tor zur Schießbude umfunktioniert
18.01.2011 - 20:54 | BLL - Landesligen - Allgemein Artikel drucken Artikel per Email versenden
Löwen-Tor zur Schießbude umfunktioniert
Topfavorit Moosburg schießt ERSC mit 15:4 ab / Dlugos und Kopecky herausragend
 
(apg) Knapp 350 Zuschauer waren sich darüber einig, den angehenden Landesliga-Gruppensieger und Aufsteiger gesehen zu haben. Es war in der Tat meisterlich, was der EV Moosburg am Freitagabend im Eisstadion am Schanzl bot - und für den ERSC Amberg eine bittere Lehrstunde. Die Gäste aus Oberbayern waren in allen Belangen überlegen und schossen vor allem im Schlussdrittel die Löwen regelrecht ab. Amberg war nur im Anfangsabschnitt ein gleichwertiger Gegner und ging im weiteren Spielverlauf regelrecht unter.

ERSC-Coach Michael Dippold fiel es hinterher schwer, die richtigen Worte zu finden: „So aufgegeben haben wir uns noch nie in dieser Saison", hatte er vor allem mehr physischen Widerstand seiner Mannschaft erwartet. In der Tat war wohl der Hauptfehler, dem Gegner spielerisch beikommen zu wollen, anstelle die eigene Stärke - das körperbetonte Hockey - auszuspielen. Ein schier hoffnungsloses Unterfangen. Lediglich im ersten Drittel blitzte das auf, was die Löwen in dieser Saison so oft Erfolg haben ließ. Nach einem 0:2-Rückstand bedeutete der Anschlusstreffer durch Daniel Krieger so etwas wie einen Weckruf. Die Gastgeber störten nun frühzeitig, fuhren ihre Checks konsequent zu Ende und setzten den Favoriten gehörig unter Druck. Doch die beinahe minutenlange Belagerung des von Bernhard Eggerdinger bestens behüteten Gästetores mit drei, vier 100%igen Chancen blieb für die Amberger ohne zählbaren Erfolg. Stattdessen kam in der Schlussphase dieses Abschnitts der Dämpfer durch das 1:3 von Patrice Dlugos. Dem war in Überzahl ein abgefälschter Schuss direkt vor den Füssen gelandet und der Topscorer der Liga ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen.
Bei Moosburg feierte Milan Kopecky sein Debüt. Der 29-jährige „Beinahe"-NHL-Spieler fügte sich nahtlos ein, was man von einem Spieler dieser Qualität auch erwarten kann. Zusammen mit Dlugos und dem starken Michael Schwarzkugler war er zu keiner Zeit richtig unter Kontrolle zu bringen. Erst recht nach dem Doppelschlag zu Beginn des 2.Drittels, wo die Oberbayern begünstigt durch zwei diskussionswürdige Strafzeiten gegen Amberg auf 1:5 davonziehen konnten und die Partie damit entschieden war.
Bei diesem Rückstand fielen den Schwarz-Gelben die Aktionen nun sichtlich schwerer und der Widerstand schwand zusehends. Das war die Phase, wo Coach Dippold eigentlich mehr körperliche Gegenwehr erwartet hätte. Moosburg kombinierte nach Belieben und zeigte längst einen Klassenunterschied auf. Besonders drastisch wurde es im Schlussdrittel, wo den Gästen sechs Treffer in knapp sechs Minuten gelangen. Nach dem 2:10 hatte ERSC-Goalie David Heymann genug, dessen Tor von Dlugos & Co. längst zur Schießbude umfunktioniert worden war. Aber auch Backup-Torhüter Marc Morin erhielt von seinen Vorderleuten nur wenig Unterstützung.


ERSC Amberg - EV Moosburg 4:15 (1:3,1:5,2:7)
Tore: 0:1 (4:08) Kopecky (Schwarzkugler, Gegenscheider), 0:2 (8:55) Haschberger (Bruckmaier, Holler), 1:2 (11:41) Krieger (Hausner, Kress), 1:3 (18:03) Dlugos (Kopecky, Waitl/5-4), 1:4 (24:23) Schwarzkugler (Kopecky, Hanöffner/5-3), 1:5 (25:33) Gegenscheider (Haschberger/5-4), 1:6 (27:20) Held (Eberl, Gilg), 1:7 (35:43) Haschberger (Fischer), 2:7 (36:15) Hausner (Krieger), 2:8 (37:03) Dlugos (Hanöffner, Kopecky), 2:9 (43:49) Schwarzkugler, 2:10 (44:19) Waitl (Hanöffner, Kopecky/5-4), 3:10 (45:09) Augsberger (Krieger), 3:11 (46:03) Hanöffner (Waitl, Kopecky/5-4), 3:12 (48:38) Dlugos (Waitl, Schwarzkugler/4-4), 3:13 (49:35) Gilg, 3:14 (49:56) Frey (Holler, Schwarzkugler), 3:15 (50:14) Schwarzkugler (Dlugos), 4:15 (57:48) Krieger
Strafen: Amberg 16, Moosburg 16 Minuten
Zuschauer: 350

 
 
Verfasser: Presse ERC Amberg
Veröffentlicht von Norman Flaake
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