Zwei ausgesprochen knifflige Auswärtsspiele stehen den Erding Gladiators bevor. Das Team von Trainer Rudi Sternkopf gastiert am Sonntag (17.15 Uhr) beim alten Rivalen EHC Waldkraiburg und am Dreikönigs-Tag (18 Uhr) beim ESV Königsbrunn.
Coach Sternkopf ist derzeit um sein Amt nicht zu beneiden. Fast täglich erreicht ihn eine Krankheitsmeldung oder die Nachricht eines Spielers, dass er nicht zur Verfügung steht, so dass sich bei beiden Begegnungen wohl erst kurzfristig entscheiden wird, welchen Kader er aufs Eis schicken kann. So muss Sternkopf auf alle Fälle auf Torfrau Viona Harrer verzichten, die zur Deutschen Nationalmannschaft abkommandiert worden ist, mit der sie seit Freitag in Ravensburg beim Sechs-Nationen-Turnier im Einsatz ist. Ob Sven Schubert im Tor stehen wird oder Markus Voit, das will Sternkopf nach dem Abschlusstraining am Samstag entscheiden. Maxi Hillebrand hat sich aus beruflichen Gründen für mindestens zwei Wochen ausgeklinkt, außerdem fällt mit Sicherheit Verteidiger Patrick Gerber aus, den die Grippe erwischt hat. Martin und Felix Schneider sowie Stefan Peipe konnten zuletzt nicht trainieren, und so ist deren Einsatz fraglich, auch wenn der Trainer hofft, dass sie spielen können. Wenigstens hat sich Axel Schütz wieder zurückgemeldet, der beim jüngsten Heimspiel gegen Germering (4:5) an allen Ecken und Enden gefehlt hatte. Angesichts dieser Umstände will Coach Sternkopf „erst einmal abwarten, wie der Gegner agiert“. Natürlich wird sein Team defensiv ausgerichtet sein, „aber da wir nur drei Sturmreihen zur Verfügung haben werden, ergibt sich die Taktik eigentlich von alleine“. Favoriten gibt es in beiden Spielen keinen, glaubt der TSV-Trainer, der sich vom Tabellenbild nicht blenden lassen will, sondern auf die extreme Leistungsdichte in der Bayernliga verweist, in der Jeder Jeden schlagen könne. „Man muss nur Selb anschauen“, sagt Sternkopf. „Die haben die ersten sechs Spiele verloren und jetzt sind sie Dritter“. An der Qualität der beiden Gegner lässt der Gladiators-Coach keinen Zweifel, verfügen sowohl Waldkraiburg als auch Königsbrunn über hervorragende Spieler, „und wenn die jetzt eine Serie starten, können sie beide noch ganz vorne landen“. Sternkopfs Vorgabe ist für beide Begegnungen so einfach wie logisch: „Wir können nur gewinnen, wenn wir hinten so wenig Fehler wie möglich machen.“ |