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Derbystimmung im Landkreis Fürstenfeldbruck und ein Interwiew mit Markus Kiefl
25.09.2020 - 14:34 - Vereine - EV Fürstenfeldbruck - veröffentlicht von Norman Flaake - Verfasser: Presse EV Fürstenfeldbruck
 

Interwiew mit dem Headcoach Markus Kiefl über den Sasionbeginn und seine Erwartungen. Markus es ist dein zweites Jahr im Seniorenbereich als Headcoach. Du hast in deinem ersten Jahr eine Mannschaft übernommen, die sich im Umbruch befindet und dann doch souverän den Klassenerhalt geschafft. Was war ausschlaggebend dafür und was nimmst du in die neue Sasion für Erfahrungen mit? Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen der Zusammenhalt des Teams, der Kampfgeist und die Laufbereitschaft. In allen Dingen wurde von Beginn an eine Schippe drauf gelegt. Zum anderen eventuell weil wir intern von einer "Meisterschaftsrunde" gesprochen haben, in der wir ganz oben mitspielen wollten und auch konnten. Das Wort Playdown wurde nie ausgesprochen. Bei dieser Runde hat man auch gesehen, dass weitaus mehr Potential in der Mannschaft steckt, als man in der Vorrunde gezeigt hat. Personell hat sich der Kader erweitert für die kommende Sasion. Was für neue Herausforderungen stellen sich dir als Headcoach mit einem breiterem Kader? Das sind schon so einige Dinge. Mehr verschiedene Spieler, mehr verschiedene Charaktere. Jeder will anders behandelt werden. Das Training ändert sich ebenfalls. Andere Übungen, mit mehr Spielern gleichzeitig, damit die Standzeit nicht hoch ist. Das neue Playbook erfordert auch viel mehr Gespräche und Kommunikation zu den einzelnen Reihen. Tja, und wenn alle gesund und munter sind, habe ich die Qual der Wahl und muss Spielern eine Absage erteilen. Das ist das Negative und nicht leicht in einer Landesliga, wo jeder seinem Hobby nachgeht. Die Punkterunde beginnt noch nicht mal und schon steht ein Lokalderby an. Ist die Mannschaft bereit, trotz aller Widrigkeiten mit Fremdeisanmietungen und Trainingsrückständen, ein Ausrufezeichen zu setzen oder spielt das Ergebnis ohne Punkte eine untergeordnete Rolle? Derbys sind immer etwas Besonders und haben meist ihre eigenen Regeln. Vor allem wenn es darum geht wer die Nummer 1 im Landkreis ist. Doch ein Sieg der teuer erkauft worden ist, verletzte oder gar gesperrte Spieler mit sich zieht, bringt beiden Seiten rein gar nichts. Es ist Vorbereitung und es gibt nicht mal Punkte dafür. Das Ergebnis ist also zweitrangig. Als Trainer bringt dir ein Sieg recht wenig, wenn sich keiner an Vorgaben und das Playbook hält. Da verliere ich lieber knapp und lerne aus den Fehlern für die anstehende Punktrunde. Trotzdem werden wir uns nicht kampflos ergeben. Lach. Danke für das interwiew. Zum Abschluss noch eine Frage. Welches Ziel steckst du dir persönlich für diese Sasion und was kann das Team diese Sasion erreichen? Mein persönliches Ziel??? Ich kann schlecht verlieren. Lach. In erster Linie will ich alle Spieler weiterbringen, ich sehe mich als Ausbilder. Leider werden Trainer aber nur am Erfolg gemessen, um weiter zu kommen. Deshalb wollen wir dieses Jahr wieder die Playoffs erreichen und den Fans gutes, schnelles Hockey präsentieren. Mit den Neuzugängen haben wir bisher alles richtig gemacht. Demnach bin ich der Meinung, dass in dieser, wegen Corona, kuriousen Saison alles möglich ist.

 
 
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